Body Soul

Mein 7-Minuten-Versprechen – Die erste Woche

26. September 2015

Vor 3 Wochen habe ich euch das 7-Minuten-Versprechen von Mark Whitwell vorgestellt. Jetzt habe ich es endlich geschafft, mir mein persönliches 7-Minuten-Versprechen zusammenzustellen. Nachdem meine erste Übungssequenz 30 Minuten in Anspruch genommen hat und ich die Auswahl dementsprechend nochmal etwas angepasst habe, hat sich folgender Ablauf (ca. 15 Minuten) eingespielt:

  1. Arme heben im Stehen
  2. Vorwärtsbeuge
  3. Vorwärtsbeuge mit Drehung
  4. Halbe Kerze mit Armen über dem Kopf
  5. Regeneration (Beine auf einem Stuhl ablegen, Arme über den Kopf heben)
  6. Shavasana (Endentspannung)
  7. Abschluss im Schneidersitz mit Händen in Gebetshaltung, Kopf gesenkt

Ungeduld und Zweifel

Die ersten zwei Tage waren vor allem von Ungeduld bestimmt. Meine Gedanken waren überall nur nicht bei den Übungen. Mir fehlte die Dynamik aus meinen Yogastunden und außerdem hatte ich das Gefühl, ich kann das alles schon. Da ich für mich noch keinen richtigen Sinn in den Übungen entdecken konnte, wollte ich schnellstmöglich damit fertig werden und mich wieder anderen Dingen zuwenden. Am zweiten Tag hätte ich das 7-Minuten-Versprechen sogar beinahe vergessen. Doch obwohl es an Hingabe mangelte, fühlte ich mich beide Tage nach der Endentspannung ruhiger, fokussierter und erholt. Auch körperlich spürte ich Veränderungen: mein Oberkörper fühlt sich nach diesen kleinen, leichten Bewegungen freier an und eine Schulterverspannung ist ganz verschwunden.

Wo ist mein persönlicher Nutzen?

Mit Voranschreiten der Woche ließ die Ungeduld langsam nach. Auch wenn ich mich jeden Tag mehr oder weniger stark dazu überwinden musste, mein 7-Minuten-Versprechen durchzuführen, fiel es mir doch etwas leichter, weil sich mein Geist langsam weniger gegen die Sache an sich sträubte. Die erforderliche Überwindung resultierte mehr aus Müdigkeit und Zeitdruck, als aus dem Gefühl, dass mir das 7-Minuten-Versprechen nichts bringen würde. Denn langsam zeigten sich erste Erfolge:

  • Ruhe, Entspanntheit und Gelassenheit: Egal, wie müde, lustlos und unkonzentriert ich die Übungen auch durchgeführt habe, es hat sich jeden Tag ein angenehmes Gefühl der Ruhe und Entspanntheit eingestellt. Auch fühlte ich mich nach den Übungen erfrischt und energiegeladen.
  • Auseinandersetzung mit dem Atem: Ein wesentlicher Bestandteil des Yoga ist, die Bewegungen in Verbindung mit dem Atem auszuführen. Das weiß ich eigentlich, doch in der Yogapraxis ist mir die Umsetzung bisher schwer gefallen, da ich mich so gerne von den dynamischen Übungsequenzen mitreißen lasse. Das 7-Minuten-Versprechen bieten mir nun eine einfache Methode, mich mit meinem Atem zu verbinden. Dabei ist mir bewusst geworden, wie viel Aufmerksamkeit und Disziplin die Atmung erfordert, damit der Atem nicht entgleist und man die Atempausen vergisst oder mit der Bewegung vor dem Atem beginnt.
  • Gelöster Brustkorb: Während ich gerade die ersten Tage Schwierigkeiten bei der verlängerten Einatmung hatte, weil sich mein Brustkorb so eng anfühlt, hatte ich am siebsten Tag plötzlich das Gefühl, dass mein Brustkorb schon viel flexibler und freier geworden ist.
  • Tägliche Yogapraxis: Dank des 7-Minuten-Versprechens mache ich nun jeden Tag Yoga. Damit habe ich ein lange verfolgtes Ziel verwirklicht.

Eine Woche 7-Minuten-Versprechen

Nach einer Woche bin ich motiviert, mein 7-Minuten-Versprechen, oder eher mein 15-Minuten-Versprechen, die vollen 40 Tage durchzuführen. Denn es kostet weder viel Zeit noch Kraft, höchstens einen kurzen Moment der Überwindung. Allein die Tatsache, dass ich mich jedes Mal etwas entspannter und erfrischter fühle, als vor den Übungen, macht das 7-Minuten-Versprechen schon übenswert. Außerdem stellen sich ganz langsam auch weitere Veränderungen ein (siehe vorheriger Abschnitt).

Übst du schon dein 7-Minuten-Versprechen?

Solltest du auch Probleme haben, dich zum üben zu überwinden, weil du vielleicht den Sinn in den Übungen nicht erkennst, kann ich dir empfehlen, mitzuschreiben. Notiere dir jeden Tag, wann du geübt hast und wie du dich davor, währenddessen und danach gefühlt hast. Nach einer Woche wirst du feststellen, das sich bereits einiges verändert hat (auch wenn es vielleicht nur Kleinigkeiten sind). Beginne am besten heute noch mit DEINEM 7-Minuten-Versprechen!

 

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