Yogalehrerausbildung

Die erste Unterrichtsstunde – 5 hilfreiche Tipps für den Einstieg

3. März 2016

Endlich war es soweit: gestern hielt ich meine erste eigene Yogastunde! Seit Wochen stieg die Nervosität und Vorfreude. Ich hatte mir stundenlang Gedanken zum Ablauf und der passenden Musik gemacht und die Stunde selbst geübt. Nun würde ich in 90 Minuten wissen, ob mein Plan aufgehen und die Schüler zufrieden nach Hause gehen würden…

Eineinhalb Stunden später war ich ziemlich kaputt, erleichtert und um einige Erfahrungen reicher. Insgesamt ist es gut gelaufen, aber es gab ein paar Kleinigkeiten, über die ich mir im Voraus keine Gedanken gemacht habe und die ich beim nächsten Mal anders machen würde. Falls du kurz vor deiner ersten Unterrichtsstunde stehen solltest, sind die folgenden Tipps sicherlich hilfreich für dich.

1. Kläre Organisatorisches mit dem Studioinhaber in Ruhe

Damit du dich vor deiner ersten Stunde auf das Wesentliche konzentrieren kannst, triff dich bereits vorher mit dem Studioinhaber, um alle organisatorischen Dinge zu klären. Lass dir alles zeigen, zum Beispiel den Check-In und weitere Aufgaben, die vor und nach der Stunde anfallen (Tee kochen, Raum vorbereiten, alles abschließen etc.). Sieh dir den Raum (wo sind die Lichtschalter, wie funktioniert die Musikanlage) und das vorhandene Equipment (Blöcke, Decken, Bolster) an. Das hilft dir später bei der Vorbereitung deiner Stunden. Auch die Schlüsselübergabe sollte hier schon erfolgen.

2. Mach dir ein Bild von der Stunde und den Schülern

Solltest du eine bereits existierende Stunde übernehmen, ist es sehr hilfreich, vorher einmal selbst daran teilzunehmen. So bekommst du einen Eindruck von ihrem Aufbau und Niveau sowie von den übenden Schülern. Auf diese Weise ist der Lehrerwechsel für die Schüler weniger hart und dir wird der Einstieg ebenfalls erleichtert, da du eine Orientierungshilfe bekommst.

3. Biete Variationen an

Du wirst schnell feststellen, dass trotz eines bestimmten Stundenlevels Schüler auf den unterschiedlichsten Übungsniveaus zu dir kommen. Gerade am Anfang kann das eine echte Herausforderung werden. Daher bereite deine Stunden nicht zu starr vor und überlege dir immer auch ein paar Variationen, damit du deine Schüler nicht überforderst oder langweilst. Du kannst eine Asana auch ganz langsam aufbauen, in dem du erst die einfachste Variante anbietest und dann Schritt für Schritt weitergehst, wobei jeder Schüler selbst entscheiden kann ob er mitgeht oder bei der vorherigen Variante bleibt. Diese Herangehensweise hilft dir außerdem, deine Schüler einzuschätzen, falls du sie noch nicht kennen solltest.

4. Übe/ teste deine Stunde

Solltest du noch unsicher sein, ob du zeitlich auskommst, die Musik zu den Abläufen passt und die überlegte Reihenfolge der Asanas stimmig ist, macht es Sinn, die Stunde einmal selbst zu üben oder an Freunden und Familien auszutesten. Das ermöglicht dir den letzten Feinschliff und gibt dir Sicherheit.

5. Lege dir alles bereit

Bevor du die Stunde beginnst, lege dir alles griffbereit, was du benötigst. Dazu zählen alle Hilfsmittel, die du benutzen möchtest, deine Notizen, die Fernbedienung der Musikanlage und beispielsweise auch die Massagelotion für die Schlussentspannung. So kannst du eine ruhige, flüssige Stunde geben.

Leichtigkeit und Freude

Mit diesen Tipps bist du bestens auf deine erste Unterrichtsstunde vorbereitet. Das Wichtigste ist: finde die Leichtigkeit und Freude an deiner Tätigkeit! Dann ist alles andere gar nicht so wichtig. Ich wünsche dir viel Glück und jede Menge Spaß!

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